Geschichte:
- Kelten, Römer, Awaren und Magyaren besiedeln vorübergehend das Gebiet des heutigen Lackenbach
- Gegen Ende des 10 Jhdt. wird die Region Teil des ungarischen Staatsgebildes
- 1222: Erste urkundliche Erwähnung als „minor Louku“
- 13 Jhdt.: Anschluss Lackenbachs an die Burgherrschaft Landsee
- 1548 – 52: Erasmus Teuffl errichtet ein Schloss in der Art einer Festung „modo fortalicie“
- 1612: Nicolaus Esterhazy kommt durch Heirat in den Besitz der Herrschaft Landsee-Lackenbach
- 1620: Siegreiche Schlacht bei Lackenbach. Die Truppen des kaisertreuen Nicolaus Esterhazy besiegen gemeinsam mit den Neckenmarkter Bauern die aufständischen Ungarn des Siebenbürgerfürsten Gabor Bethlen. – „Neckenmarkter Fahnenschwinger“
- 1708: Abzug der Kuruzzen
- 1809: Napoleonische Truppen besetzen das Lackenbacher Schloss
- 1848: Revolution und Bauernbefreiung
- 1914 – 1918: Erster Weltkrieg
- 1921: Anschluss des neuerrichteten Burgenlandes an Österreich
- 1939 – 1945: Zweiter Weltkrieg
- 1939: Beginn des Unterrichtsbetriebes
- 1940: Errichtung eines Zigeuneranhaltelagers in Lackenbach
- 1968: Zubau der Hauptschule
- 1974: Errichtung des Kindergartens
- 1974 – 1982: Ortswasserleitung, Kanalisation und Straßenausbauten
- 1984: Errichtung des Mahnmales
- 1991: Zu- und Umbau der Zentralschule
- 1997: Wappenverleihung
Kulturbauten und Sehenswürdigkeiten:
Katholische Pfarrkirche hl. Petrus und Paulus:
Die Pfarrkirche auf dem ansteigenden Längsanger stammt aus dem Jahr 1962. Der Saalbau mit südlichem Frontturm ist modern eingerichtet - nur das Kruzifix über dem Hochaltar stammt noch aus der Barockzeit (18. Jahrhundert).
Schloss Lackenbach:
Die ehemalige Wasserburg wurde 1548-1552 unter dem Söldnerführer Erasmus Teuffl errichtet und ist eines der frühesten Beispiele für die Errichtung von Renaissancekastellen in unserem Raum. Den Kern der Anlage bildete ein eleganter Arkadenhof, das Schloss erhielt aber dennoch durch Basteien und einen Wassergraben Festungscharakter. Im 16. Jahrhundert wurde der Bau unter Erzbischof Nikolaus Oláh durch den Baumeister Geronimo Mariano erweitert. Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das Werk unter Nikolaus Graf Esterhazy vollendet. 1806 brannte ein Teil des Schlosses ab; Fundamente eines abgebrannten Turmes sieht man noch heute. Das rundbogige Hauptportal zieren die Familienwappen der Esterhazy und Dersffy mit der Bauinschrift von 1618; darüber befindet sich eine Marienstatue aus dem 18. Jahrhundert.Der besonders eindrucksvolle, romantische und von Arkaden umgebene Innenhof des Schlosses ist einer der schönsten seiner Art im Burgenland. An der Nordwestseite des Hofes liegt das zweigeschoßige Granarium aus dem 18. Jahrhundert, an der Südostecke die inzwischen profanierte Schlosskapelle.
Kenotaph:
Das Denkmal für Matthias Tarrody, der 1620 in der Schlacht bei Lackenbach gefallen war, wurde 1623 errichtet. Es ist ein steinerner Truhensarkophag mit Satteldach, ca.1950 wurde das Tarrody - Denkmal in die Bahnstraße versetzt.
Antonisäule:
Die Weinlaubsäule am westlichen Ortsausgang stammt aus dem 17. Jahrhundert; die Figur ist neu.
Mariensäule:
Die Weinlaubsäule mit korinthischem Kapitell steht beim Schlosseingang und stammt aus dem 17. Jahrhundert, ebenso die Steinfigur Maria mit Kind.
Dreifaltigkeitssäule:
Bruchsteinpfeiler; in einer Nische plastische Dreifaltigkeitsgruppe aus dem 18. Jahrhundert.
Florianikreuz: 
Schlanker Tabernakelpfeiler mit Steinkreuz aus dem 18. Jahrhundert; Nischenfigur hl. Florian.
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